Produktionskrankheiten sind in vielen Rinderbetrieben Alltag und kosten Geld, Zeit und Nerven. Warum sich eine Tierwohlplanung lohnt, zeigt Dr. Imme Dittrich, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, auf.
Lahmheiten, Euterentzündungen, Stoffwechselstörungen oder Kälberdurchfall machen vielen Rinderbetrieben zu schaffen. Gleichzeitig rücken Tierwohl und Eigenkontrolle durch Gesetzgebung und Marktanforderungen stärker in den Fokus. Der neue Ratgeber „Tierwohlplanung“ des Thünen-Instituts bündelt wissenschaftliche Empfehlungen und Praxiserfahrungen und zeigt, wie Betriebe mit einem klaren, wiederholbaren Vorgehen Tierwohlprobleme frühzeitig erkennen und gezielt reduzieren können.
Denn Tierwohl ist mehr als Gesundheit. Es beschreibt, wie es den Tieren geht und ob ihre Bedürfnisse erfüllt sind. Im Ratgeber ist es als mehrdimensionales Konzept dargestellt, das die drei Aspekte Gesundheit, Verhalten und Emotionen umfasst. Eine gute Tierwohlsituation liegt vor, wenn Tiere gesund sind, sie von Schmerzen, Angst und Stress möglichst frei bleiben, tiergerecht gehalten und bedarfsgerecht gefüttert werden sowie ihre arteigenen Verhaltensweisen ausleben können.
Mehr in LZ 11-2026 ab S. 36.