Gesündere „Kindergerichte“ in Restaurants

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Auf konkrete Maßnahmen zur Steigerung des Angebots an gesunden Kindergerichten in Restaurants haben sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA), die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und das In­stitut für Kinderernährung geeinigt.

Die im Auftrag der Bundesregierung von der Universität Heidelberg durchgeführte Studie „Kinderspeisekarten in Restaurants“ habe gezeigt, dass etwa 70 % der angebotenen speziellen Kindergerichte in Restaurants aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ungesund seien, erklärte Klöckner am Mittwoch vergangener Woche nach einem Treffen mit Vertretern der drei Organisationen. Zwar sei ein Restaurantbesuch mit der Familie nichts Alltägliches. Dennoch müsse man die Untersuchungsergebnisse ernst nehmen. Um die Kinderernährung insgesamt ausgewogener zu gestalten, müsse auch an diesem „Rädchen gedreht“ werden.

Zu den dafür jetzt entwickelten Maßnahmen gehört laut Klöckner die Erarbeitung einer Handreichung für Gastronomen, in der an Kinder gerichtete Speisen anschaulich dargestellt werden. Darüber hi­naus werde ein Siegel zur Bewerbung vorbildlicher Speisekarten als Leuchttürme entworfen. Geplant sei zudem ein Wettbewerb für vorbildliche Kinderspeisekarten in der Gastronomie. Kinder sollten bei der Entwicklung von vorbildlichen Kinderspeisekarten und in verhaltenspsychologischen Studien in diesem Untersuchungsfeld einbezogen werden, berichtete Klöckner und kündigte weitere Treffen mit den Organisationen zu dem Thema an.

Von der SPD-Bundestagsfraktion kam Zustimmung zu den Vorhaben. „Wenn das Restaurantessen für Kinder gesünder und das Angebot vielfältiger wird, ist das gut“, erklärte die ernährungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Ursula Schulte. Im Alltag helfe das aber nur wenig. Stattdessen müssen die täglich konsumierten Lebensmittel gesünder werden. So sollten künftig nur wirklich ausgewogene Lebensmittel, die nach den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als gesund eingestuft würden, als „Kinderprodukte“ bezeichnet und vermarktet werden. Daneben müsse in zuckergesüßten Getränken der Zuckergehalt um die Hälfte verringert werden, fordert Schulte. Dringend gebraucht werde eine Verringerung des Zuckergehaltes von Säuglings- und Kindertees.