Durch den milden Winter hat die Vegetation in diesem Jahr sehr früh begonnen. Dies folgt einem Trend. Seit den 1950er-Jahren ist die Vegetation durchschnittlich 14 Tage früher gestartet. Das hat Auswirkungen für das Getreide, vor allem für den Weizen, der in der frühen Wachstumsphase einer Vielzahl an Krankheiten ausgesetzt ist. Wie er trotz des Krankheitsdrucks gesund bleiben kann, erklärt Manuel Trometer, Landwirtschaftskammer NRW.
Bereits Anfang März wurden die ersten Gelbrostinfektionen im Weizen sichtbar. Vor allem die Sorte Obiwan war betroffen, aber auch an anderen Sorten konnten Symptome beobachtet werden. Eine frühe Applikation mit Tebuconazol war in zahlreichen Beständen angeraten, um Infektionsketten frühzeitig zu durchbrechen. Alljähriger Echter Mehltau war zwar teilweise zum Beispiel mit Vegas Plus oder Talius behandlungswürdig, jedoch machten vielmehr die frühen Infektionen mit Septoria tritici und Braunrost Sorgen. Stärkere Infektionsereignisse gab es vor allem durch den stärkeren Regen um Ostern. Die Symptome dieser Infektionen sind jetzt sichtbar, wenn noch kein fungizider Schutz besteht. Eine sonnige Witterung im Mai könnte die Infektionsereignisse beenden, sodass Septoria tritici an Bedeutung verliert. Aktuell sollte der Befall mitberücksichtigt werden.
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