Gewünschter Boom

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Das von der Berliner Regierungskoalition ausgegebene Ziel, den Anteil der Ökolandwirtschaft in Deutschland auf 30 % zu erhöhen, hat die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Manuela Rottmann, bekräftigt. Immer mehr stellten von konventionell auf Bio um, hob Rottmann am Dienstag vergangener Woche bei einer Online-Tagung der Fördergemeinschaft Ökologischer Obstbau (FÖKO) hervor.

Laut dem aktuellen Konjunkturbarometer Agrar im Auftrag des Deutschen Bauernverbandes (DBV) sind 20 % der Landwirte an einer Umstellung auf Öko interessiert. Damit erreicht die Zahl der Interessierten einen neuen Höchstwert. Für eine Umstellungsentscheidung sind den Befragten Absatzsicherheit, höhere Preise und eine bessere Förderung besonders wichtig. Dem Konjunkturbarometers zufolge können sich dabei 18,7 % der befragten Landwirte einen solchen Schritt vorstellen, während 1,3 % die Umstellung bereits fest einplanen. Besonders kleinere Betriebe mit weniger als 50 ha interessieren sich demnach für den Ökolandbau.

Laut Rottmann gelte es jetzt den Rückenwind für den Ökolandbau noch weiter zu verstärken. Das Angebot gesunder, nachhaltig erzeugter Lebensmittel müsse größer und attraktiver werden, und nachhaltige Kaufentscheidungen müssten leichter werden. Hier werde das Bundeslandwirtschaftsministerium an zwei Stellen ansetzen, indem es die Nachfrage ankurbele und indem es mehr fördere. Laut Rottmann ist es einerseits ein Ziel, die Verwendung von Bioprodukten in der Gemeinschaftsverpflegung auszubauen. Die zweite Stelle, an der die Politik ansetzen wolle, sei die Angebotsseite, erläuterte die Parlamentarische Staatssekretärin. „Wir wollen, dass es mehr deutsche Ökoprodukte gibt. Wir werden den Ökolandbau finanziell mehr fördern und dazu die Bundesmittel für das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) erhöhen“, kündigte Rottmann an.