Angesichts einer breiter werdenden Kluft zwischen Stadt und Land bei der Versorgung mit schnellem Internet hat der Deutsche Bauernverband (DBV) für den ländlichen Raum einen gleichwertigen Breitbandausbau wie in Ballungsräumen gefordert. Der Verband wies am vergangenen Freitag im Rahmen eines Symposiums der Telekommunikationswirtschaft darauf hin, dass der aktuelle Trend im urbanen Raum zu einer Breitbandinfrastruktur mit Übertragungsraten im Gigabit-Bereich fortschreite, während in der Fläche nach wie vor nur ein Versorgungsziel von 50 Megabit gelte. Nach seiner Darstellung sind aber in absehbarer Zeit auch im ländlichen Bereich hohe Bandbreiten erforderlich, um den Nutzen der digitalen Integration für eine ökonomisch und ökologisch nachhaltige Land- und Forstwirtschaft voll ausschöpfen zu können. Die schon heute absehbaren Entwicklungen beim Bandbreitenbedarf, in der Prozesssteuerung und in der Verfahrenstechnik legten nahe, dass mit den bisherigen Zielen der Breitbandpolitik mittelfristig kein Staat mehr zu machen sei, betonte der Bauernverband. Für eine vollwertige Versorgung müsse auch auf dem Land auf gigabitfähige Glasfasernetze, Kabelanschlüsse oder Mobilfunknetze der fünften Generation (5G) gesetzt werden. Hier sei neben der Telekommunikationswirtschaft auch die Politik gefordert, erklärte der DBV.