„Gipfeltreffen“ gegen 5 %-Regelung

Foto: Barbara Kruse/WLV

Verschärfungen im Düngerecht ab 5 %-iger Hanglage? Dagegen wehrten sich die Bauern aus drei Kreisen – Oberbergischer Kreis, Märkischer Kreis und Olpe – und luden die Medienvertreter am Donnerstag vergangener Woche zu einem „Gipfeltreffen“ an das „Drei-Kreiseck“ ein. Helmut Dresbach, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Oberbergischer Kreis, vertrat die Stimme der Bauern im Bergischen Land.

„In den Grünlandregionen Bergisches Land und Eifel können die Bauern mit den deutschlandweit niedrigsten Nitratwerten von stellenweise unter 10 mg pro l aufwarten – dennoch werden sie durch die neue Düngeverordnung abgestraft. Es gibt Unmut ohne Ende“, betonte Helmut Dresbach mit Bezug auf die von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner vorgestellten Ergebnisse. „Dort, wo man die Gülleausbringung im Griff hat, sollte man die Bauern nicht durch überzogene Auflagen abstrafen. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, kritisierte Dresbach. Die Regelung betreffe viele Landwirte im Bergischen Land und in der Eifel. „Das geht an ihre Existenz. Diese Regionen bestehen quasi nur aus Hanglagen. Sie wirtschaften sowieso schon unter erschwerten Bedingungen. Die hier unterdurchschnittlich niedrigen Nitratwerte zeigen aber, dass die Landwirte das Güllemanagement verantwortungsvoll betreiben“, machte Dresbach deutlich. Die rheinischen Bauern stünden zum Gewässerschutz und setzten sich in zahlreichen Trinkwasserschutzkooperationen erfolgreich für den Gewässerschutz ein. ah