Ist die Landwirtschaft eventuell gar nicht die Hauptquelle für Verunreinigungen mit Glyphosat? Wie die Monatszeitschrift Spektrum berichtet, deutet eine wissenschaftliche Untersuchung darauf hin, dass ein Teil des Glyphosats in der Umwelt aus einer ganz anderen Quelle stammt als bisher vermutet, nämlich als Abbauprodukt von Wasserenthärtern. Statt der Landwirtschaft könnten demnach Waschmittel für den größten Teil der Umweltbelastung mit dem Wirkstoff verantwortlich sein. Ein Forscherteam um die Umweltchemikerin Carolin Huhn von der Universität Tübingen verglich die Konzentrationen von Glyphosat und seinem Abbauprodukt AMPA in europäischen und US-amerikanischen Flüssen. Demnach passen in den USA die Daten gut zur Landwirtschaft als Quelle, in Europa indes überwiegend nicht. Hier legt der zeitliche Verlauf der Konzentrationen den Forschenden zufolge eher Abwasser als Quelle nahe.