Glyphosat: Neubewertung verzögert sich

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Die abschließende Neubewertung des Herbizidwirkstoffs Glyphosat wird sich voraussichtlich um etwa ein Jahr verzögern. Wie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und die Europäische Chemikalienagentur am Dienstag vergangener Woche mitteilten, gingen in der laufenden Bewertung von Glyphosat mehr Kommentare ein „als jemals zuvor“. Die EFSA wollte ihre finale Stellungnahme ursprünglich spätestens im Herbst dieses Jahres den Mitgliedstaaten und der EU-Kommission vorlegen. Jetzt soll sich dieser Termin auf Juli 2023 verschieben. Die reguläre Zulassung des Wirkstoffs wird bereits am 15. Dezember dieses Jahres auslaufen. Wie eine Sprecherin der Kommission gegenüber Agra-Europe erklärte, wird die Brüsseler Behörde wahrscheinlich auf Basis der aktuellen Zulassungskriterien eine „temporäre Verlängerung“ vorschlagen, um den Prüfbehörden ausreichend Zeit einzuräumen. Sollten sich im Laufe der anstehenden Arbeiten allerdings Hinweise ergeben, dass die Zulassungskriterien der EU nicht mehr erfüllt seien, werde die Kommission die Zulassung nicht erneuern.