Glyphosat nur mit strengeren Auflagen

Das Europaparlament hat unter Auflagen und mit einer kürzeren Frist dem EU-Kommissionsvorschlag zugestimmt, die Zulassung für den Pflanzenschutzmittelwirkstoff Glyphosat zu verlängern. Die Mehrheit des Parlaments folgte nicht dem Vorschlag der Grünen/EFA-Fraktion, die Verlängerung vollständig abzulehnen, sondern setzte sich für eine Verkürzung der Neuzulassung auf sieben Jahre und zahlreiche Beschränkungen bei der Anwendung ein. Das Straßburger Abstimmungsergebnis ist rechtlich nicht bindend. Es sei dennoch ein starkes Signal an die EU-Kommission und die EU-Mitgliedsstaaten, sagte Martin Häusling, der ­agrarpolitische Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion. „Die EU-Kommission und die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten dürfen das Votum des Europäischen Parlaments nicht ignorieren. Eine Verlängerung der Zulassung für das gesundheitsschädliche Glyphosat um 15 Jahre wäre absolut unverantwortlich“, so Häusling. Die EU-Kommission hat eine Verlängerung um 15 Jahre vorgeschlagen. Die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten müssen diesem Vorschlag zustimmen. Bisher war dies noch nicht der Fall. Das nächste Treffen des zuständigen Gremiums stehe am 18. April an; mit einem Beschluss sei aber erst Mitte Mai zu rechnen, hieß es am Mittwoch vergangener Woche in Straßburg.