In diesem Jahr treten Ungräser wieder vermehrt in Getreide- und Rapsfeldern auf. Wie sich diese bekämpfen lassen und welche Methoden sich speziell beim Rapsanbau eignen, erklärt Günter Klingenhagen, Landwirtschaftskammer NRW.
Die Masse der Ungräser wie Ackerfuchsschwanz, Windhalm, Rispe und Taube Trespe konnte dort ausgeschaltet werden, wo im Herbst Bodenherbizide eingesetzt wurden. Die Wirkungsgrade waren so gut, dass zum Teil auch das Getreide stark geschädigt wurde und im Frühjahr keine Ungräser mehr zu finden waren. Folgerichtig wurde oft auf eine Nachbehandlung verzichtet.
Doch nicht in allen Fällen hat sich der gute Eindruck aus dem März auch im Mai bestätigt. Neben den Getreideähren waren zudem Ackerfuchsschwanz- und Weidelgrasähren zu sehen. Viel wurde auf den Neuauflauf im Frühjahr geschoben: Doch erfahrungsgemäß können auch Pflanzen übersehen werden, obwohl man genau hinschaut.
Ähnlich war die Situation bei den Saaten, die erst von November bis Januar in die Erde kamen. Auf Flächen mit mäßigem Samenbesatz hat der späte Saattermin für eine fast vollständige Bekämpfung ausgereicht – jedoch nicht bei hohem Samenpotenzial im Boden. Hatte man sich für oder gegen eine Gräserbekämpfung mit Blattherbiziden entschieden, brachte die späte Saat sehr viel oder nichts für die Reduktion der Samenmenge im Boden.
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