Die Shell Deutschland GmbH hat den Startschuss für den Bau der bundesweit größten Bio-Flüssiggas-(LNG)-Anlage gegeben. Wie das Unternehmen am Mittwoch vergangener Woche anlässlich der offiziellen Eröffnung der Baustelle mitteilte, sollen in der Bio-LNG-Anlage am Standort Köln-Godorf voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte 2023 jährlich bis zu 100 000 t eines CO2-neutralen verflüssigten Gemischs aus Biomethan und Erdgas produziert werden. Das zum Einsatz kommende Biomethan soll aus nachhaltigen Reststoffen wie Gülle und Mist gewonnen werden. Die im Shell Energy and Chemical Park Rheinland produzierten Mengen können dem Unternehmen zufolge den Jahresbedarf von etwa 4 000 bis 5 000 LNG-Lkw decken. Shell zeigte sich überzeugt, dass dies die Möglichkeit eröffne, im Vergleich zu einem konventionellen Lkw-Diesel jährlich bis zu 1 Mio. t CO2 zu sparen. Gespeist wird die Bio-LNG-Anlage laut Shell über die normale Gasleitung, über die Biomethan problemlos transportiert werden kann. Das erlaube es, große Mengen zentral zu verarbeiten und für den Markt zur Verfügung zu stellen. Das in Köln-Godorf hergestellte Gas soll auf –162 °C gekühlt und damit zu Bio-LNG verflüssigt werden. In speziellen Tanklastern wird es dann zu Shell-LNG-Tankstellen in ganz Deutschland transportiert.