Bei einem aus noch ungeklärten Gründen entstandenem Großbrand in einer riesigen Schweinezuchtanlage im vorpommerschen Alt Tellin bei Greifswald sind am Dienstag vergangener Woche zehntausende Schweine ums Leben gekommen. Nach Angaben von Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus wurden in der zur Landwirtschaftlichen Ferkelzucht Deutschland (LFD) Holding gehörenden Anlage rund 9 000 Sauen und 50 000 Ferkel gehalten, die damit zu den größten in der Europäischen Union gehörte. „Man kann sich das Tierleid bei einem solchen Brand nicht vorstellen“, äußerte sich der Minister betroffen. All jene, die damals gegen den Bau dieses Großbetriebs protestiert hätten, sähen sich nun im Recht. Auch er habe immer gesagt, dass er solche Großanlagen nicht wolle. „Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass ohne Flächenbindung keine derartigen Anlagen mehr genehmigt werden können“, betonte Backhaus. Von der gesetzgeberischen Seite müsse gehandelt werden, damit sich solche Tragödien nicht ständig wiederholten. Er erinnerte daran, dass bereits Ende Februar in einer Mastanlage in Kobrow bei Sternberg hunderte Schweine einem Feuer zum Opfer gefallen seien. Tierschützer und verschiedene Landespolitiker forderten aufgrund des Brandes ein Ende der „Massentierhaltung“.