Großtierrettung trainieren

Foto: Sabine Aldenhoff

Rind in der Güllegrube gelandet. Unfall mit Tiertransporter. Pferd in Graben gerutscht. Derlei Einsatzfälle gibt es für die Feuerwehren immer wieder. Zur Schonung von Mensch und Tier in solchen Notfällen ist es wichtig, dass Einsatzkräfte und Tierärzte wissen, was zu tun ist.

Die Landwirtschaftskammer NRW bot Ende September im Rahmen des Projekts „Fokus Tierwohl“ in Haus Riswick eine Schulung zur Technischen Großtierrettung für die Klever Feuerwehr und einige Tierärzte an.

Trainer Lutz Hauch aus Aldenhoven hatte dafür seinen Pferde-Dummy Sam mitgebracht. Aber zunächst musste das geduldige Tier noch im Anhänger warten, denn erst einmal wurde Theorie vermittelt. Wie Videos von weniger professionellen Großtierrettungen zeigten, bergen solche Aktionen Gefahren für Mensch und Tier. Oft hätte das Tier mit der richtigen Vorgehensweise unverletzt geborgen werden können, wird dann aber durch Unwissenheit während des Einsatzes so verletzt, dass es im schlimmsten Fall nur noch erlöst werden kann. Ganz zu schweigen von schlimmen Unfällen für beteiligte Personen, die beispielsweise Huftritte abbekommen haben. Bei der Technischen Großtierrettung stehen deshalb Sicherheit für die Retter und das Wohlergehen des Tiers im Vordergrund.

Mehr in LZ 42-2023 ab S. 28