In ihrer „Grünlandagenda“ möchte der Deutschen Bauernverband (DBV)“ die Bedeutung des wirtschaftlich genutzten Grünlands für die Landwirtschaft und den Naturschutz skizzieren. Dabei werden auch Vorschläge für eine nachhaltige Weiterentwicklung aufgezeigt. Grünland sei für viele Bauern Wirtschafts-, Futter- und Einkommensgrundlage, darüber hinaus aber auch Kulturlandschaft sowie ein wichtiger Faktor für den Schutz von Biodiversität, Klima und Wasser, hebt der Bauernverband hervor. Diese Multifunktionalität ist nach seiner Überzeugung dauerhaft nur mit einer flächendeckenden, tierbezogenen und standortangepassten Bewirtschaftung sicherzustellen. Ansonsten drohten die Aufgabe der Flächen und nachfolgend über die Verbuschung der Verlust naturschutzfachlich wertvoller Grünlandflächen mit ihrer typischen Grünlandflora und -fauna. Der Bauernverband ruft deshalb dazu auf, die Wirtschaftlichkeit des Grünlands sicherzustellen und die darauf aufbauende Tierhaltung zu unterstützen. Dafür müssten die heimische Futtermittelversorgung vom Wirtschaftsgrünland gestärkt und die Flächen fit für den Klimawandel gemacht werden. Notwendig sind laut DBV unter anderem die Unterstützung der Grünlandbewirtschaftung über die Nationale Eiweißpflanzenstrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums und eine praxisnahe Ausgestaltung der Konditionalität und der Eco-Schemes, die auch die auf Grünland erbrachten Leistungen für Umwelt- und Artenschutz berücksichtigt.