Das aktuelle Düngerecht, hohe Preise für Düngemittel sowie sich zunehmend ändernde Witterungsverläufe stellen Praktiker vor viele Herausforderungen, was die Düngung angeht. Holger Fechner, Landwirtschaftskammer NRW, erklärt, worauf es bei der Grunddüngung ankommt.
Aus Umweltgesichtspunkten sind vor allem Stickstoff und Phosphat relevant, weshalb sie über das Düngerecht auch reglementiert werden. Ein Baustein, um diese beiden und viele andere Nährstoffe bestmöglich zur Wirkung zu bringen, ist eine standortangepasste Grunddüngung, zu der auch die Kalkung gehört. Beide Maßnahmen werden vielfach nach der Ernte der Hauptfrüchte im Rahmen der Fruchtfolge durchgeführt. Dabei werden dem Boden mithilfe verschiedener Düngeformen die Nährstoffe Phosphor, Kalium, Calcium und Magnesium zugeführt. Die in Kalkdüngemittel enthaltenen Carbonate, Oxide und Hydroxyde von Calcium und Magnesium wirken der natürlichen Bodenversauerung entgegen. Neben den zu dokumentierenden Düngebedarfsermittlungen und durchgeführten Düngemaßnahmen mit Stickstoff und Phosphat sind insbesondere folgende Punkte zu beachten: zum einen die Sperrfristen, die im Herbst generell verbotene Düngung vieler Kulturen, sowie zum anderen die Einschränkungen bei den maximal zulässigen Düngemengen. In nitratbelasteten Gebieten gelten für alle genannten Punkte nochmals stärkere Einschränkungen.
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