Gut beraten bei steigender Belastung

Foto: Landwirtschaftskammer NRW

Zunehmende Arbeitsbelastungen wirken sich auf viele landwirtschaftliche Betriebe negativ aus. Wie eine externe Beratung dabei helfen kann, einen Betrieb individuell zu entlasten, beschreibt Christian Solle, Landwirtschaftskammer NRW, anhand eines praxisnahen Beispiels.

 

Landwirt Schmidt (Name geändert) ist am Limit. Sein spezialisierter Milchviehbetrieb umfasst gut 140 Kühe und etwa 110 ha landwirtschaftliche Fläche (LF). Er selbst und seine Familie sind stark angespannt. Die kon­stant hohe Arbeitsbelastung und die finanzielle Situation haben sich über die Jahre immer weiter verschärft. Hinzu kommt die stetig steigende Büro- und Dokumentationsarbeit.

 

Dass ein Milchviehbetrieb viel Arbeitszeit bindet, kennt er seit seiner Kindheit und er war sich dessen bewusst, als er den Betrieb vom Vater übernahm. Allerdings hat sich die Lage in den letzten Jahren zugespitzt: Sein langjähriger, zuverlässiger Mitarbeiter hat den Betrieb aus Altersgründen verlassen. Trotz vielfältiger Bemühungen war bisher kein passender Ersatz zu finden, sodass die Familie die Arbeit des fehlenden Mitarbeiters auffangen muss. Abends wird es im Stall immer später. Von Wochenende und Urlaub spricht auf dem Hof schon lange niemand mehr. Die tägliche Arbeit ist von der Familie kaum noch zu schaffen. Das hat sich auch in der Produktion niedergeschlagen, zum Beispiel in sinkender Milchleistung oder zu niedriger Kraftfuttereffizienz.

 

Auch die persönlichen Folgen sind erheblich: Die Probleme begleiten Landwirt Schmidt gedanklich Tag und Nacht – Schlafprobleme und Kopfschmerzen sind nur einige Folgen. Auch das Miteinander in der Familie leidet unter den vielen Belastungen. Für die Schmidts muss sich dringend etwas ändern.

 

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