Gut gepierct – Ohrmarken richtig einziehen

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Das Einziehen der Ohrmarke ist ein vom Gesetzgeber vorgeschriebener schmerzhafter Eingriff für Rinder. Dr. Jason Hayer, Hofgut Neumühle, und Prof. Dr. Julia Steinhoff-Wagner, Technische Universität München, erklären, warum der Ohrmarkeneinzug nötig ist und welche Empfehlungen zu mehr Tierwohl führen können.

 

In der Tierhaltung hat der Aspekt des Wohlergehens der Nutztiere an Bedeu¬tung gewonnen. Ein schmerzhafter Ein¬griff hebt sich jedoch ab: das Einziehen der Ohrmarken, der gesetzlich verpflichtend durchzuführen ist. Laut Viehverkehrsverordnung sind Rinderhalter dazu verpflichtet, bei allen Kälbern in-nerhalb von sieben Tagen nach der Geburt an beiden Ohren eine Ohrmarke anzubringen. Zwar sind nach deutschem Tierschutzgesetz grundsätzlich alle mit Schmerzen verbundenen Ein¬griffe an Nutztieren ohne Betäubung verboten, jedoch wird die Kennzeich¬nung durch Ohrmarken explizit von die¬sem Verbot ausgenommen.

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