Gut verträglich für Kartoffeln

Foto: Hermann Klockenbusch

Der Schwerpunkt der Unkrautregulierung liegt im Vorauflauf der Kartoffeln, denn nicht alle Unkräuter lassen sich auch verträglich für die Kultur noch nach dem Auflaufen bekämpfen. Über Lösungsstrategien berichtet Hermann Klockenbusch, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Besonders die engen Maisfruchtfolgen haben in den letzten Jahren dazu beigetragen, dass sich auch das Unkrautspektrum im Kartoffelbau auf vielen Flächen nachteilig verändert hat. Eine übermäßige Verwendung von Herbiziden aus der Gruppe der Triazine in Kartoffeln, Mais, aber auch in Zuckerrüben haben in der Vergangenheit die Ausbreitung resistenter Biotypen bei Unkräutern, wie Melde- und Gänsefußarten, Nachtschatten, Kreuzkraut oder Amarantarten, gefördert. Neben Metribuzin sind auch die Wirkstoffe Metamitron (Rüben) und Terbuthylazin (Mais) nach der HRCA-Einordnung in der Wirkklasse C1 eingestuft. Neuere Untersuchungen zeigen, dass auf betroffenen Standorten bei den genannten Unkräutern aufgrund von Kreuzresistenzen keine volle Wirkung mehr zu erwarten ist. Auf diesen Standorten stellen vorrangig Mittel wie Bandur oder Boxer die wesentlichen Bausteine bei der Unkrautbekämpfung dar.