Zufrieden über die Resonanz auf die Empfehlungen der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) hat sich deren Vorsitzender Prof. Peter Strohschneider geäußert. Die Zustimmung zum ZKL-Abschlussbericht „Zukunft Landwirtschaft. Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ in Politik und Medien sei für ihn überraschend positiv, sagte Strohschneider in einer Diskussion der Landesgruppe Berlin-Brandenburg, Sachsen, Thüringen im Verband Deutscher Agrarjournalisten (VDAJ) am Montag vergangener Woche in Berlin. Nach den Verlautbarungen der wichtigen Parteien zeigt sich der Wissenschaftler von der politischen Relevanz des ZKL-Abschlussberichts überzeugt. Er gehe davon aus, dass die Empfehlungen zur Richtschnur für die Agrar- und Ernährungspolitik der künftigen Bundesregierung würden, „unabhängig davon, welche Koalition die Regierung bildet“, erläuterte Strohschneider.
Auch für den Präsidenten der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), Hubertus Paetow, steht außer Frage, dass die ZKL wesentliche Leitplanken für die künftige Agrarpolitik setzen wird. Paetow räumte zugleich ein, dass sich die meisten Empfehlungen nicht eins zu eins in Politik umsetzen lassen werden. Entscheidend sei jedoch, dass man Wege aufzeige, wie eine Lösung von Problemen und eine Transformation der Agrarbranche gelingen könne. Der DLG-Präsident erkannte auch an, dass die Ausführungen der Zukunftskommission bei einer Reihe von Landwirten auf Unverständnis und Kritik stießen. Die selbstgestellte Aufgabe, Inhalte so darzustellen, dass sie auf den Schreibtischen im Bundeskanzleramt ebenso ankommen wie in den Schlepperkabinen, sei kaum zu erfüllen gewesen. Umso wichtiger sei es jetzt, dass die Interessenverbände für ihre jeweilige Klientel „die Botschaften übersetzen und die mit ihnen verbundenen Chancen für die Agrarbranche darlegen.“
AgE