Kein gutes Ergebnis haben die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern am Mittwoch vergangener Woche für die Ferienhöfe gebracht. Im Gegenteil: Der Lockdown wird bis 28. März verlängert. Am 22. März findet die nächste Beratung statt und erst dabei soll auch eine Perspektive für die Hotellerie und somit die Ferienhöfe beraten werden. Nach wie vor gibt es also keine Öffnungsper-spektive für den Inlandsurlaub und damit auch für den Landtourismus.
Aus Sicht von Ute Mushardt, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus in Deutschland, völlig unverständlich: „Wir sind sehr enttäuscht, dass unsere 10 000 Ferienhöfe wieder im Ungewissen gelassen werden. Die Politik in Bund und Ländern hatte uns eine klare Öffnungsperspektive versprochen und nicht Wort gehalten“, kritisierte die Vorsitzende. Es sei keine Strategie ersichtlich, wie es weitergehen soll. „Mit dem Flugzeug nach Mallorca: geht. Zum Skifahren in die Schweiz: geht auch. Landtourismus in Deutschland zu Ostern: geht nicht! Es ist für uns nicht zu verstehen, dass der Landtourismus mit besten Voraussetzungen und Kontrollmöglichkeiten außen vor bleiben soll“, betonte Mushardt. Immerhin 100 Anbieter aus der Branche hätten sich mit ihrer Online-Aktion „Die mit Abstand sicherste Art von Urlaub“ an einer bundesweiten Videoaktion beteiligt. Und diese Betriebe hätten sich eine Öffnung zu Ostern gewünscht. „Wir waren auch optimistisch, da das Robert Koch-Institut in seinem jüngst veröffentlichten Stufenkonzept touristische Übernachtungen als niedriges Infektionsrisiko einstuft. Die Ferienhöfe brauchen endlich eine politische Lösung, wie mit und trotz Corona Landurlaub mit Abstand möglich ist“, forderte Mushardt. el
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