Für eine stärkere Konzentration der EU-Agrarmittel auf kleine und mittlere Betriebe spricht sich Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk aus. „Wir können bei begrenzten Mitteln nicht weiter unbegrenzt fördern“, sagt der CDU-Politiker im Interview mit Agra-Europe. Stattdessen müsse es darum gehen, die Mittel zielgerichteter einzusetzen. Hauk fordert sowohl einen Ausbau der mit der letzten Reform eingeführten stärkeren Förderung der ersten Hektare als auch die Einführung einer betrieblichen Kappung der Direktzahlungen. Der Minister räumt ein, dass es innerhalb der CDU keine einheitliche Position in dieser Frage gebe. Umso wichtiger sei es, nicht zuletzt mit den ostdeutschen Agrarpolitikern eine Kompromisslinie zu finden. Offen zeigt sich Hauk gegenüber einer schwarz-grünen Zusammenarbeit auf Bundesebene. Die bisherigen Erfahrungen in Baden-Württemberg zeigten, dass eine Verständigung möglich sei. Die Landwirtschaft könne von einer solchen Koalition profitieren. Voraussetzung sei jedoch, „dass die Grünen der Versuchung widerstehen, ideologische Politik zu machen“.