Etwas mehr als 14 Feldhasen pro Quadratkilometer Offenland haben im Frühjahr 2020 durchschnittlich in Deutschland gelebt, das waren zwei mehr als 2019. Damit hält der leichte Aufwärtstrend seit vier Jahren an. Begünstigt wurde der ursprüngliche Steppenbewohner durch warmes, sonniges Wetter. Im Herbst zählten Jägerinnen und Jäger 25 % mehr Tiere als im Frühjahr. Das sind die vorläufigen Ergebnisse des Monitorings in bundesweit 460 Referenzgebieten, die der Deutsche Jagdverband (DJV) am Donnerstag vergangener Woche veröffentlicht hat. Laut Landesjagdverband (LJV) NRW lag die Populationsdichte in NRW im Frühjahr 2020 bei über 16 Feldhasen pro 100 ha, also zwei Hasen mehr als im Bundesschnitt. Die Populationsdichte im Herbst lag sogar bei über 33 Feldhasen. Das entspricht eine Nettozuwachsrate von über 42 %. Diese Zahlen seien kein Zufall, denn NRW ist ein ausgezeichnetes Hasenland. „Insbesondere in den Bördelandschaften des Rheinlands und Westfalens, aber auch am Niederrhein und in Ostwestfalen finden Feldhasen optimale Lebensbedingungen. Jäger und Landwirte arbeiten hier aber auch intensiv an lebensraumverbessernden Maßnahmen“, sagte Andreas Schneider vom LJV NRW.