Heinen-Esser warnt: Im Urlaub auf ASP-Gefahren achten

Foto: imago

Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser appellierte vor Beginn der Schulferien an alle Reisenden und Urlauber, keine Fleisch- und Wurstwaren aus ASP-Infektionsgebieten mitzubringen und keinesfalls Essensreste in der freien Natur, sondern in Mülleimern zu entsorgen. „Die Gefahr der Einschleppung ist nach wie vor hoch. Es ist daher sehr wichtig, dass sich alle so verantwortungsbewusst und sensibel wie möglich verhalten“, betonte die Ministerin. Tourismusverbände, die Reisebranche und Logistikunternehmen sollten demensprechend Reisende aufklären und auf bestehende Informationsangebote aufmerksam machen.

In Polen ist es erneut zu etlichen Ausbrüchen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Hausschweinen gekommen. Die oberste Veterinärbehörde bestätigte am Montag vergangener Woche einen Seuchenfall in einer Anlage mit mehr als 1 700 Tieren in Ermland-Masuren. Kurz zuvor hatte es unweit der Grenze zu Kaliningrad einen Fall in einem Stall mit 54 Schweinen gegeben. In beiden Betrieben wurde mit der Keulung des Bestands und weiteren Seuchenschutzmaßnahmen begonnen. Laut Behördenangaben handelt es sich um den 14. und 15. ASP-Ausbruch in polnischen Schweinehaltungsbetrieben seit Jahresbeginn. Hinzu kommen landesweit deutlich mehr als 2 000 ASP-Fälle bei Wildschweinen. In der Umgebung der jüngsten Seuchenfälle, aber auch im benachbarten Masowien, war es in den Wochen davor schon zu mehreren Infektionen von Nutztieren gekommen.