Mehr Klimaschutz in der Landwirtschaft hat Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks anlässlich der Vorlage aktueller Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) gefordert, wonach die Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft entgegen der Gesamtentwicklung in Deutschland 2014 gestiegen sind. Insgesamt seien die Treibhausgasemissionen hierzulande im Berichtsjahr erstmals seit Jahren deutlich gesunken, und zwar um 4,6 % gegenüber dem Vorjahr auf 901,9 Mio. t Kohlendioxidäquivalente, berichtete Hendricks vergangene Woche in Berlin. Allerdings gebe es einen Anstieg der Emissionen in den Bereichen Verkehr und Landwirtschaft. Vor allem infolge des Straßenverkehrs seien im Verkehrssektor die Emissionen 2014 um 1,2 % auf rund 161 Mio. t Kohlendioxidäquivalente gestiegen. Zeitgleich hätten sich die Treibhausgasemissionen der deutschen Landwirtschaft um etwa 2,2 % auf 66 Mio. t Kohlendioxidäquivalente erhöht. Hauptursachen dafür seien vermehrte Emissionen aus der Kalkung und Harnstoffdüngung in der Landwirtschaft sowie der Wegfall der Milchquote, der zu mehr Milchviehhaltung geführt habe, erklärte die Ministerin. Hinzu komme der vermehrte Einsatz der Vergärung von Energiepflanzen. Hendricks: „Verkehr und Landwirtschaft müssen künftig substanzielle Beiträge für den Klimaschutz leisten. Notwendig ist eine Klimawende in allen Sektoren.