Der von der Europäischen Kommission angekündigte Vorschlag für eine Ausweitung der Herkunftskennzeichnung von Fleisch kommt aller Voraussicht nach erst in der zweiten Jahreshälfte. Dies erfuhr Agra-Europe vorige Woche aus Kommissionskreisen. Im Bundeslandwirtschaftsministerium war bislang von Beginn dieses Jahres die Rede gewesen. Eine Sprecherin des Agrarressorts betonte auf Anfrage, Deutschland werde nicht länger warten, sondern strebe eine nationale Regelung zur Herkunftskennzeichnung an. Mit dem bereits vorgelegten Entwurf zur Ausweitung der Herkunftskennzeichnung auf nicht vorverpacktes Fleisch seien die Weichen dazu gestellt. Gleichzeitig werde sich Minister Cem Özdemir weiter für eine einheitliche europäische Regelung einsetzen, betonte die Sprecherin. Der Gesetzentwurf zur Haltungskennzeichnung wird gegenwärtig zwischen den Koalitionsfraktionen beraten.