Hilfsmaßnahmen für Ackerbauern

Angesichts der sich abzeichnenden schlechten Getreideernte will die französische Regierung Hilfsmaßnahmen für die Ackerbauern auflegen. Das hat Landwirtschaftsminister Stéphane Le Foll vergangene Woche im Anschluss an die Ministerratssitzung mitgeteilt. Laut Angaben des Pariser Agrarressorts soll dieses Paket steuerliche Erleichterungen, die Verschiebung der Sozialabgaben sowie besondere Maßnahmen zur beschleunigten Mehrwertsteuererstattung und Nachlässe bei der Grundsteuer beinhalten. Damit wolle die Regierung den „großen Schwierigkeiten“ der Getreideanbauer begegnen, erläuterte Le Foll sein Vorgehen. Außerdem soll bei der Staatlichen Investitionsbank (BPI) ein „Garantiefonds“ eingerichtet werden, um Erleichterungen und Verschiebungen bei der Darlehenszurückzahlung zu ermöglichen. Darüber hi­naus sollen sich die Landwirte zur Erfüllung der Auflagen für den Erhalt der Agrarbeihilfen auf „den Fall höherer Gewalt“ berufen können und so von einem Großteil der Gelder profitieren, wenn sie aufgrund der Wetterextreme nicht die Vorgaben erfüllen können. In welcher Höhe das Hilfspaket ausgestattet sein soll, wurde nicht mitgeteilt. Le Foll kündigte an, dass es Ende September eine genauere Evaluierung mit dem Berufsstand zum Ausmaß der Qualitäts- und Ertragseinbußen geben werde.