Großen Zuspruch fand der Historische Feldtag in Uedem am vergangenen Sonntag. Dabei hatten die Kaltblutfreunde Uedemerfeld tags zuvor noch gebangt, ob die seit Wochen vorbereitete Veranstaltung nicht ins Wasser fallen würde. Wegen der starken Regenfälle der letzten Wochen musste schon im Vorfeld auf einen anderen Acker als geplant ausgewichen werden. Aber am neuen Standort sammelten sich nach 44 mm Regen in der Nacht von Freitag auf Samstag so große Wassermassen, dass Gräben zum Abfließen geschaufelt werden mussten.
Ado Leuchtgens, „Pressesprecher“ der Kaltblutfreunde, sowie Gerd Ingenerf, Organisator und „Chef“ der Truppe, lobten nicht nur den engagierten Einsatz ihrer 18 Mitglieder, sondern auch die große Unterstützung durch viele Ehrenamtliche ihres Reitervereins „von Seydlitz“ Uedem. Alles, was zum Gelingen der Veranstaltung benötigt wurde, musste aufs Feld geschafft werden: Tische, Bänke, Zelte, ein Stromaggregat, Anbindebalken für die Pferde, die ganzen historischen Geräte und, und, und. Die 15 Rheinisch-Deutschen Kaltblüter, die normalerweise hauptsächlich vor der Kutsche zum Einsatz kommen, wurden in wochenlangen Trainings an ihre Zugaufgaben auf dem Feld gewöhnt.
Eingeladen waren Kaltblutbesitzer, die mit ihren Tieren das Holzrücken präsentierten, sowie Hufschmiede, die vor dem Publikum Pferde beschlugen und Hufeisenschmieden für Kinder anboten. Außerdem gab es eine Strohburg und Ponyreiten für die Kleinen. Bei einem Gewinnspiel durften die Besucher schätzen, wie viel drei vorgeführte Kaltblüter gemeinsam auf die Waage bringen. Die Kaltblutfreunde Uedemerfeld sammeln seit Jahren alte Ackergeräte, richten sie wieder her und freuen sich, sie alle vier Jahre bei ihrem Historischen Feldtag der Öffentlichkeit in Aktion vorführen zu können. Ihr großes Engagement wurde am Sonntag mit trockener Witterung, einem großen Besucherandrang und viel Beifall belohnt. as
Historischer Feldtag großer Erfolg!
Foto: Sabine Aldenhoff