Hochwald: Corona-Jahr gut gemeistert

Foto: Dr. Elisabeth Legge

Gar nicht schlecht gelaufen ist das Jahr 2020 für die Molkerei Hochwald. „Wir konnten unsere Erlöse, unseren Umsatz und auch die Eigenkapitalquote steigern. Und wir haben einen überdurchschnittlichen Milchpreis ausgezahlt“, stellte hierzu Detlef Latka, Geschäftsführer der Hochwald Foods GmbH, am 2. Juli bei der Pressekonferenz des Molkereiunternehmens im Krewelshof in Mechernich-Obergarzem fest. Nach Aussagen des Geschäftsführers hat das Unternehmen im vergangenen Jahr insbesondere von dem gestiegenen Absatz von Milchprodukten über den Einzelhandel profitiert.

Wie Latka erläuterte, wurde der Gesamtumsatz 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 % auf 1,65 Mrd. € erhöht. Davon entfielen 218  Mio. € auf Drittlandverkäufe. Das entsprach einem Plus von 4,4 %. „Außerdem haben wir im vergangenen Jahr so viel investiert wie noch nie in der Firmengeschichte“, so der Geschäftsführer weiter. So wurden rund 205 Mio. € investiert. Das meiste Geld sei in die neue Produktionsstätte in Mechernich-Obergarzem geflossen, betonte Latka. Dabei liege dieses Neubauprojekt trotz der Corona-Pandemie im Budgetrahmen und auch einigermaßen im Zeitplan. „Von Planungsbeginn vor fünf Jahren bis Inbetriebnahme haben wir bis heute lediglich drei Monate Verzögerung“, berichtete der CEO der Hochwald Food GmbH. Nach Aussagen von Geschäftsführer Thorsten Oberschmidt soll das Werk zum Jahresende in Betrieb gehen.

Und wie sah es mit dem Milchauszahlungspreis für die Milchlieferanten von Hochwald im vergangenen Jahr aus? „Wir konnten unser strategisches Ziel, einen überdurchschnittlichen Milchpreis auszuzahlen, erneut erreichen“, betonte Latka. So zahlte Hochwald an seine Lieferanten 2020 im Schnitt 34,1 Cent/kg für eine Standardmilch mit 4 % Fett und 3,4 % Eiweiß. Das waren nur 0,1 Cent weniger als 2019. Darin enthalten ist 1 Cent Nachzahlung. Zum Vergleich der Bundesdurchschnitt: Hier gaben die Milchpreise laut Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) um 0,86 Cent auf 32,84 Cent/kg nach. Hochwald hat zum 1. Juli den Milchpreis erhöht und für Herbst kündigte der Geschäftsführer nochmals eine Erhöhung an, „wenn der Markt stabil bleibt“. „Bei uns wirken sich die steigenden Preise erst verzögert aus. Grund hierfür sind unterschiedliche Kontraktlaufzeiten mit dem Handel sowie ein geringer Anteil von Pulver und Butter. Aber auch 2021 gehen wir davon aus, dass wir unser Ziel, überdurchschnittlich auszuzahlen, wieder erreichen.“

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