Hoffen auf Konsens in der Ampel

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Das Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung setzt da­­rauf, dass sich die Ampelkoalition beim Umbau der Tierhaltung noch einigt. Für die kommenden Wochen und Monaten sehe man noch die Chance, „politische Entscheidungen für eine langfristige Finanzierung herbeizuführen“, sagte der Vorsitzende des Kompetenznetzwerks, Jochen Borchert, im Interview mit dem Pressedienst

Agra-Europe. Borchert bezeichnet die Finanzierung der Tierwohlprämien im Rahmen von langfristigen Verträgen als entscheidend für die Transformation. Die Bauern könnten nur dann in die Umstellung investieren, „wenn sie sicher sind, dass die Prämien auch langfristig gezahlt werden.“ Das sei bisher nicht gewährleistet. Sollte sich he­­rausstellen, dass bei den Haushaltsberatungen keine Lösung erreicht werde, werde die von ihm geleitete Kommission die Arbeit einstellen, stellt der frühere Bundeslandwirtschaftsminister unmissverständlich klar. Dann stehe fest, dass in dieser Legislaturperiode eine Umstellung der Nutztierhaltung nicht mehr erfolgen werde. Borchert baut der Ampel zugleich eine Brücke: Aus seiner Sicht würde es reichen, wenn Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir die Genehmigung der Mehrheit im Bundestag bekommt, dass der Bund mit den Landwirten langfristige Verträge zum Umbau ihrer Tierhaltung abschließt. Wie die Verträge finanziert werden, könne dann in einem weiteren Schritt entschieden werden.