Hogan will Generationswechsel verbessern

Für EU-Agrarkommissar Phil Hogan spielen erfolgreiche und motivierte Junglandwirte eine entscheidende Rolle in der europä­ischen Landwirtschaft. Für sie müssten auf allen Ebenen der Zugang zu Kapital, Ackerland und Fachwissen verbessert werden, forderte Hogan am Dienstag vergangener Woche auf der Generalversammlung des Europäischen Rats der Junglandwirte (CEJA) in Brüssel. Gemeinsam mit den Interessensvertretern der Junglandwirte wolle er nach Wegen suchen, wie der Generationswechsel in der europäischen Landwirtschaft verbessert werden könne. „Bringen sie radikale und kreative Ideen ein“, rief der Kommissar den jungen Delegierten zu. Hogan bedauerte, dass sich die im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ausdrücklich geforderte Unterstützung von Junglandwirten nicht bei den Finanzhilfen wiederspiegele. Zwischen 2015 und 2016 sei deren Anteil bei den Direktzahlungen von 1,33 % auf 1,23 % zurückgegangen. Positiv sei dagegen, dass im Rahmen der EU-Förderung des ländlichen Raums der Einstieg von gelernten Landwirten in den Sektor – insbesondere bei einem Generationenwechsel – erleichtert werde. Hogan ging auch auf das Problem des knappen Ackerlandes ein. Immer mehr Investoren stuften den Bodenerwerb als risikoarme Anlage ein und seien damit in bestimmten Regionen für Preiserhöhungen verantwortlich.