In den sauenhaltenden Betrieben sind im letzten Jahrzehnt die Fruchtbarkeits- und Aufzuchtleistungen fortlaufend erhöht worden. Seit 2014 liegt der Förderschwerpunkt im Schweinebereich auf Gesundheit und Robustheit. Die Erzeugerringe in Nordrhein-Westfalen haben vor diesem Hintergrund umfangreiche Daten ausgewertet, um den Züchtern und den Landwirten die Verbesserung der auf das Wohlergehen der Tiere ausgerichteten Gesundheits- und Robustheitsmerkmale zu erleichtern. Johannes Hilgers, Euskirchen, und Prof. Dr. Uwe Hühn, Kleinmachnow, haben sich die Daten genauer angesehen: Tierwohl und gute Leistungen sind kein Widerspruch.
Dass viel Tierwohl und hohe Lebensleistungen bei Sauen bestens als Kombination funktionieren, zeigen die Ergebnisse und Erfahrungen des Rheinischen Erzeugerrings für Qualitätsferkel e. V. (FER, Viersen). Für diesen Ring wurden seit dem Wirtschaftsjahr (WJ) 2013/14 über die abgeschlossenen Würfe je Sau und Jahr hinausgehend auch folgende Parameter ausgewiesen:
- die Nutzungsdauer als Fitnessmerkmal,
- die durchschnittliche (Ø) Wurfnummer (WN) bei Abgang sowie
- die Lebensaufzuchtleistung (LL) der Sauen.
Die LL wird alljährlich anhand der Sauenplanerdaten aus der durchschnittlichen WN beim Sauenabgang und der mittleren Wurfgröße beim Absetzen berechnet. Es wurde nachgewiesen, dass andere Rechenverfahren über die Remontierung aufgrund von Auf- und Abstockungseffekten sowie von Bestandsveränderungen unrichtige Ergebnisse liefern.
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