Human Humus

Foto: Meine Erde

„Erde bist du und zur Erde kehrst du zurück.“ So steht es seit alten Zeiten in der Bibel und mindestens so lange haben wir Menschen den Wunsch, auf würdevolle Weise in den ewigen Kreislauf des Lebens einzugehen. Mit einer neuen Art der Bestattung, der sogenannten Reerdigung, könnte man diesem Ideal deutlich näherkommen.

 

Immer mehr Menschen achten heute da­­rauf, im Einklang mit der Natur und nachhaltig zu leben. So soll es dann auch beim Sterben sein. Wie groß unser ökologischer Fußabdruck ist, den wir auf dieser Erde hinterlassen, dafür ist der letzte Gang nicht entscheidend. Aber es gibt durchaus Unterschiede. Eine Bestattung im Sarg in der Erde benötigt viel Platz. Weil der oft lackiert ist und ausstaffiert mit Kunst- und Farbstoffen, entsteht viel Sondermüll. Eine Einäscherung verbraucht Erdgas, verursacht CO₂ und weitere Emissionen. Außerdem wird ja auch der Sarg mitverbrannt. Da klingt diese Idee als perfekte Lösung: Reerdigung. Vor zehn Jahren wurde in den USA eine gemeinnützige Gesellschaft zur Erprobung dieser Art der Bestattung gegründet, 2020 wurde es dort als Bestattungsform genehmigt. Seitdem verbreitet sie sich. Die erste Reerdigung in Deutschland war 2022.

 

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