Hummeln sind offenbar gegen Pflanzenschutzmittel weniger anfällig als gemeinhin angenommen. Darauf deuten zumindest die Ergebnisse einer Studie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) hin, die in der Fachzeitschrift Environment International veröffentlicht wurden. Die Forscherinnen der JMU untersuchten, ob das Lernverhalten und die Flugaktivität der Hummeln durch Pflanzenschutzmittel beeinflusst werden. Dazu teilten sie eine Hummelkolonie in vier „Abteilungen“ auf, die jeweils entweder mit einem Insektizid, einem Fungizid und deren Mischung behandelt wurden, und verglichen die Ergebnisse mit einer Kontrollgruppe. „Die Versuche zeigen, dass die Hummel gegenüber Stressoren wie Pflanzenschutzmitteln recht robust zu sein scheint“, so Erstautorin und JMU-Doktorandin Antonia Schuhmann. Weder die Insektizid- noch die Fungizidbehandlung hätten beeinflusst, wie sich die Hummeln verhalten. Das Hummeln sich als so robust erwiesen, liege möglicherweise an deren sozialer Lebensweise, erklärten die Studienautoren. Dadurch könnten toxische Effekte abgepuffert und schwache Hummeln eher überleben.