Liebe Leserinnen, liebe Leser,
in Deutschland halten 7,89 Mio. Menschen einen Hund, genau 1,18 Mio. Menschen haben sogar zwei Hunde und 0,21 Mio. Menschen führen drei Hunde Gassi. Die meisten davon scheinen im Rheinland unterwegs zu sein. Im bevölkerungsreichsten Bundesland kommen sich Hundehalter und Landwirte oft in die Quere. Jetzt ist dieser Konflikt in einem tragischen Höhepunkt gegipfelt. In Mülheim an der Ruhr ertrank ein Kalb, nachdem es von zwei Hunden in einem Naturschutzgebiet gehetzt worden war. Die Hunde waren nicht angeleint, die Hundebesitzer zeigten am Tatort keinerlei Verständnis und die Polizei nahm noch nicht einmal die Personalien auf. In was für einem Land leben wir eigentlich? Die Stadt redet sich damit heraus, dass Personal fehlt, um die Anleinpflicht zu kontrollieren. Hundehalter scheinen sich per se im Recht zu fühlen. Und wer trägt den Schaden? Der Landwirt!
Dabei geht es auch anders. Vor einigen Jahren brachten die Landwirtschaftskammer NRW und der Rheinische Landwirtschafts-Verband den Flyer „Freizeit und Landwirtschaft – ein Dialog“ heraus. Dieser ist aktueller denn je. Gehetzte Rinderherden? Hundekot im Essen? Kein Aneinandervorbeikommen auf Wirtschaftswegen? Verbraucher sollten bedenken, dass Landwirte hochwertige Lebensmittel auf den Flächen erzeugen, wenn sie das nächste Mal mit ihrem Vierbeiner daran entlanggehen. Auf das Verständnis der Verbraucher hofft mit den Bauern
Ihre LZ-Redaktion
Andrea Bahrenberg