„Hundert Hektar Heimat“ gewinnt

Foto: VDAJ

„Hundert Hektar Heimat“ heißt der Gewinner des diesjährigen Kommunikationspreises, der am 27. August in Würzburg beim Bundeskongress des Verbandes Deutscher Agrarjournalisten (VDAJ) in feierlichem Rahmen verliehen wurde. „Ein gelungenes Format – ein würdiger Preisträger!“ So beschreiben die VDAJ-Vorsitzenden Katrin Fischer und Dr. Michael Lohse das Videoclip-Format mit vier Landwirtinnen und Landwirten, welches das Content-Netzwerk von ARD und ZDF „funk“ für den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) produziert. Beide haben sich als Ziel gesetzt, kein weiteres Format wie „Bauer sucht Frau“ zu produzieren, sondern laut eigenem Bekenntnis das „YouTube-Zuhause für alle, die das Landleben lieben und Landwirtschaft feiern“.

Das Internet und die sozialen Medien hätten den Journalismus und die Kommunikation revolutioniert, auch die Agrar-Kommunikation. Jedermann könne jederzeit „Nachrichten“ oder Meinungen veröffentlichen, unabhängig von Expertise oder journalistischen Grundwerten. Nicht immer würden die Werte eines kritischen, sachlichen und unabhängigen Journalismus eingehalten, betonen Fischer und Lohse. Doch dies gelang den vier Landwirtinnen und Landwirten Gesa Langenberg, Josephine Moog, Michel Allmrodt und Philipp Pelzer im Videoclip „Hundert Hektar Heimat“. Die jungen Leute, die ihre Bauernhöfe in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und NRW bewirtschaften, wollen die Deutungshoheit über die heutige Landwirtschaft und das Landleben mitten in die Gesellschaft nicht anderen mit Wunschvorstellungen oder Fake News überlassen. Im Wochenrhythmus greifen sie alltägliche Themen von den Höfen und dem Land auf. Die professionellen Videos der jungen Agrarblogger sind informativ und einfallsreich, unterhaltsam-amüsant, reflektierend-analytisch – ganz nach Thema und Temperament der jeweiligen Protagonisten, wie es beim VDAJ heißt. Die Hauptdarstellerinnen und Hauptdarsteller seien Kommunikatoren ihres Berufsstandes, weniger im klassischen journalistischen Sinne, vielmehr als Botschafter und Brückenbauer von der Landwirtschaft zur Gesellschaft. „So geht smarte Kommunikation, die Sympathie für das Land weckt und zugleich viel über die heutige Landwirtschaft aufklärt“, wie das VDAJ-Führungsduo Fischer und Lohse bei der Preisverleihung an den anwesenden Landwirt Philipp Pelzer und die verantwortliche MDR-Redakteurin Barbara Butscher betonten. Mit dem diesjährigen Kommunikationspreis werde auch das kommunikative Engagement vieler Landwirtinnen und Landwirte in den Social-Media-Netzwerken über das Landleben und die heutige Landwirtschaft anerkannt und geehrt, unterstreichen die beiden Vorsitzenden der Agrarjournalisten. Den Link zum Videoclip finden Sie unter www.vdaj.de.

Der VDAJ hat im Rahmen seiner Jahrestagung auch die fünf Preisträgerinnen und Preisträger des VDAJ-Journalistenwettbewerbs „Grüne Reportage 2022“ ausgezeichnet. Ausgezeichnet wurden: „Wo sind die Stinker, Wendy?“ von Niklas Liebetrau; „Euer Frühstücksei killt Küken“ von Christian Werner, Rebecca Kupfner und Felix Seiber-Daiker; „Trinkwasser sichern – Grundwassermanagement in Norddeutschland“ von Christiane Zwick; „Spargelernte: Acker statt Uni“ von Johannes Lenz; „Zwischen Leben und Tod“ von Birgit Waterloh. Auch diese Siegerbeiträge sind zu finden unter www.vdaj.de.