Vor ein paar Tagen sind Ingrid und Hans-Jürgen Schlenz von einem Familienurlaub mit Kindern, Schwiegerkindern und Enkeln aus Dänemark zurückgekehrt. „Wir waren mit zehn Personen gemeinsam in einem Ferienhaus. Und raten Sie mal, wer da für alle gekocht hat“, meint Ingrid Schlenz und lacht. Von Zeit zu Zeit einmal wieder größere Portionen auf den Tisch zu zaubern, bereitet der 70-Jährigen viel Freude. So verwöhnte sie ihre Lieben gleich zu Beginn der Ferien mit zartem Gulasch, Rotkohl und Nudeln.
„Auch für meinen Mann und mich koche ich täglich frisch. Wir essen abends warm. Meist stehen dann saisonale Gerichte wie jetzt im Herbst Kürbisauflauf, Rübenmus, Schichtkohl oder Grünkohl auf der Speisekarte“, verrät die zweifache Mutter und vierfache Großmutter. Älteren Menschen, die meinen, es lohne sich ja nicht mehr, nur für einen oder zwei Esser am Herd zu stehen, hält sie entgegen: „Wenn ich selbst koche, weiß ich was drin ist, es schmeckt besser und ist nicht so überwürzt wie manch Fertigprodukt.“ Die Eheleute Schlenz bevorzugen regionale Waren vom Wochenmarkt, mögen gern Pellkartoffeln vom Bauern ihres Vertrauens und freuen sich über all die wunderbaren Schätze, die ihnen ihr 1 300 m2 großer Garten schenkt: Süßkirschen, Äpfel, Johannisbeeren, Wilderdbeeren, Weintrauben und Kürbisse.
Kalorienaufnahme reduzieren
Dr. Petra Schulze-Lohmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Die Diplom-Ökotrophologin weiß, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung im Alter ist. Diese sollte besonders berücksichtigen, dass der Körper mit Fortschreiten des Lebensalters eine Veränderung durchläuft. „Die Muskelmasse wird weniger, die Fettmasse wird mehr. Der Grundumsatz sinkt. Der Körper benötigt täglich 200 bis 300 Kalorien weniger, während der Nährstoffbedarf gleich bleibt“, erklärt sie.
Diese Beobachtung machten auch Ingrid und Hans-Jürgen Schlenz.
Lesen Sie mehr in LZ 46-2019, S. 88