70 Jahre Landfrauenverband Hamminkeln
Der Landfrauenverband Hamminkeln konnte sein 70-jähriges Bestehen feiern. Der Vorstand hatte eingeladen und eine große Anzahl der Landfrauen ist dieser Einladung gefolgt. Die Vorsitzende Gudrun Krusdick begrüßte die Landfrauen und gab einen kleinen Rückblick. Wie war es 1949 – Trümmerwüste, viele Millionen Vertriebene, die Straßen waren leer, die Kindersterblichkeit hoch. Damals galt der Bauer noch etwas, er ernährte seine Familie und andere, nichts wurde weggeworfen. „Vieles hat sich geändert. Aber was die Landfrauen auch heute noch auszeichnet, ist vor allem eine tolle Gemeinschaft“, betonte die Vorsitzende. Sie bedankte sich bei ihren Vorgängerinnen Gisela Bassfeld und Liesel Kammann für ihre langjährige Tätigkeit beim Landfrauenverband Hamminkeln.
Als Überraschungsgäste erschienen „Frieda“ und „Anneliese“, alias Cathrin Raveling und Claudia Sweers. Sie gaben Anekdoten aus dem Landleben zum Besten und brachten die Frauen herzlich zum Lachen. Auch Gedanken an Omas Schürze von Helmi Rüsken weckten so manche Erinnerung bei den Landfrauen. Viele waren noch mit Schürze zur Schule gegangen.
Bei einer Diashow von den Festen, Ausflügen und den vielen Veranstaltungen der letzten Jahre hörte man so manches „Weißt du noch, das war schön“. Schnecken, Kühe, Büffel, alles war dabei. Die Landfrauen Hamminkeln haben Schmuck gebastelt, Bauerngolf gespielt, viele Gärten besichtigt, Brot und Plätzchen gebacken, einige Fahrradtouren gemacht und die Sportgruppe nicht zu vergessen.
Dann erschien die A-cappella-Gruppe „Five in Harmony“ von Marcel Bönninger. Die einzigen Herren bei dem Fest machten eine musikalische Reise durch die 1960er-Jahre.
Zum Abschluss gab es ein Festessen wie vor 70 Jahren. Hochzeitssuppe, Rindfleisch mit Remouladensoße und Gürkchen, Bratkartoffeln und Salat, zum Nachtisch gehört Karamellcreme. Auch heute noch ein Genuss. Die Tischdekoration im Goldrandgeschirr rundete die Festtafel ab. Es war ein gelungener Nachmittag mit vielen schönen Erinnerungen. Ingrid Kedeinis