Anfang März 2020 bewirtschafteten in Nordrhein-Westfalen 33 611 landwirtschaftliche Betriebe zusammen eine Fläche von 1,47 Mio. ha. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand jetzt vorliegender Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2020 mitteilt, ergibt sich daraus eine Fläche von 43,8 ha je Betrieb. Die durchschnittliche Betriebsgröße liegt damit unterhalb des bundesweiten Wertes von 63 ha. Bei der Landwirtschaftszählung im Jahr 1991 hatte die durchschnittliche Nutzfläche je Betrieb in Nordrhein-Westfalen noch bei 25,2 ha gelegen. Der langjährige Trend zu immer mehr großen Betrieben hielt auch 2020 weiter an: Mit 3 589 bewirtschafteten in NRW 10,7 % der Betriebe 100 oder mehr ha landwirtschaftliche Flächen. 1991 hatte dieser Anteil mit 768 Betrieben noch bei 1,3 % gelegen. Die großen Betriebe hatten 2020 einen Anteil an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche von 39,1 % (1991: 7,4 %). Auf den nordrhein-westfälischen Ackerflächen wurde 2020 auf einer Fläche von 570 100 ha überwiegend (auf 54 % dieser Flächen) Getreide zur Körnergewinnung angebaut. Winterweizen hatte hier mit 230 600 ha den größten Anteil. Pflanzen zur Grünernte hatten mit 267 300 ha den zweithöchsten Anteil (26 %). Gartenbauerzeugnisse wie Erdbeeren und Zierpflanzen erreichten mit 31 500 ha einen Anteil von 3 %. Auf 255 700 ha wurden sogenannte Zwischenfrüchte angebaut. Der Großteil davon (86 %) wurde zur Gründüngung verwendet. Weitere 12 % (30 300 ha) dienten zur Futtergewinnung und 2 % (4 200 ha) als Biomasse zur Energiegewinnung. Nahezu 84 000 ha und damit 5,7 % aller landwirtschaftlich genutzten Flächen in NRW wurden im Jahr 2020 für den ökologischen Landbau genutzt. Im Durchschnitt aller Bundesländer Deutschlands wurden knapp 10 % der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch bewirtschaftet.