Immer weniger bleibt übrig

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DBV-Situationsbericht 2023/24 zeigt schlechtere Betriebsergebnisse

 

Die landwirtschaftlichen Einkommen haben sich im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2023/24 verschlechtert. Laut dem aktuellen Situationsbericht des Deutschen Bauernverbandes lagen die Unternehmensergebnisse der Haupterwerbsbetriebe im Schnitt bei 77 500 €. Das entsprach einem Rückgang um knapp 30 % gegenüber dem Vorjahr. Einen Zuwachs verzeichneten lediglich die Veredelungsbetriebe.

 

Wie der DBV-Präsident Joachim Rukwied bei der Vorstellung des Berichts am Donnerstag vergangener Woche in Berlin deutlich machte, schätzt er die wirtschaftliche Lage weiterhin als „sehr herausfordernd“ ein. Als Gründe für die im Vergleich zum Vorjahr eingetrübte Lage führte Rukwied deutlich gesunkene Erzeugerpreise bei pflanzlichen und tierischen Produkten an. Zeitgleich seien die Betriebsmittelpreise auf einem nach wie vor hohen Niveau. „Überbordende bürokratische Auflagen“, die laut dem Bauernpräsidenten vor allem in Deutschland oft das EU-Niveau überschreiten, machten den Betrieben ebenfalls zu schaffen. Auch seien die Erträge im Ackerbau rückläufig, was Rukwied auf neue Schädlinge, den Klimawandel und die abnehmende Wirkstoffvielfalt im Pflanzenschutz zurückführt.

 

Laut Bericht sind nach dem Allzeithoch im Wirtschaftsjahr 2022/23 die Wirtschaftsergebnisse „erwartungsgemäß eingebrochen“. Aufgeschlüsselt nach den Betriebsformen zeigt sich, dass Ackerbauern im Berichtsjahr im Schnitt 72 871 € verdienten – ein Minus von rund 32 % im Vergleich zum Vorjahr. Futterbau- und Milchbetriebe verschlechterten ihr Ergebnis um 42 % und erzielten ein durchschnittliches Ergebnis von 78 643 €. Auch Mutterkuhhalter und Rindermäster der Betriebsform „Sonstige Futterbaubetriebe“ hatten Einbußen von 34,5 % auf nun 37 595 € hinzunehmen. Vergleichsweise gering fielen die Rückgänge bei den Biobetrieben aus. Deren Durchschnittsergebnis belief sich auf 89 068 €, was einem Minus von rund 8 % entsprach. Besser lief das Wirtschaftsjahr für die Veredelungsbetriebe. Hier konnte das durchschnittliche Betriebsergebnis um 24 397 € beziehungsweise knapp 20 % gesteigert werden. Ein gutes Jahr hatten auch Obstbaubetriebe. Laut Situationsbericht erreichten sie im Mittel trotz kleinerer Ernte aufgrund deutlich höherer Erzeugerpreise ein Ergebnis von 70 300 €, was 39 % mehr als im Vorjahr waren.

 

Die wirtschaftliche Flaute schlägt sich dem ­Situationsbericht zufolge auch in einer deutlich geringeren Eigenkapitalbildung ­nieder. Diese lag mit durchschnittlich 9 000 € weit unterhalb des Vorjahresergebnisses von 40 700 €. Während die Investitionen in Maschinen weitgehend unverändert blieben, haben sich die Investitionen in Ställe und Wirtschaftsgebäude erneut verringert. AgE