Nach Angaben der Fachzeitschrift „Boerderij“ fordern niederländische Milcherzeuger einen Importstopp für Kälber. Wie das Blatt unter Berufung auf Berichte im niederländischen Fernsehen meldet, haben sich Milchviehhalter mit Blick auf jährlich 800 000 importierte Kälber in einem Brandbrief an Landwirtschaftsministerin Carola Schouten gewandt. Diesem hat sich nun auch das Dutch Dairymen Board (DDB) angeschlossen, der ebenso wie der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) Mitglied im European Milk Board ist. Eine Sprecherin stellte unterdessen klar, das DDB fordere kein Einfuhrverbot, sondern eine Einfuhrbeschränkung. Im Fernsehbericht wurde laut „Boerderij“ unter anderem das Thema Antibiotika angesprochen. Da Tiere aus verschiedenen Betrieben und Ländern zusammengebracht würden, sei der Einsatz von Antibiotika „relativ groß“, so ein Experte der niederländischen Behörde für Tierarzneimittel. Auf Nachfrage verwies Landwirtschaftsministerin Schouten auf die Nachhaltigkeitsbemühungen im Kalbfleischsektor, es müsse jedoch noch mehr getan werden. Dabei prüfe man die Möglichkeit, Kälberimporte mit Ferntransporten einzuschränken.