Die Weltbevölkerung wächst, der Klimawandel und die Urbanisierung schreiten voran – gibt es in Zukunft noch genug Nahrung? Indoor-Vertical-Farming ist ein Ansatz, um die Herausforderungen der klassischen Landwirtschaft zu bestreiten, den Viola Erfkämper, Landwirtschaftskammer NRW, vorstellt.
Wie sieht eine Zukunft aus, in der die Ernährung der Weltbevölkerung durch Pflanzenproduktion im Freiland nicht mehr nachhaltig und flächendeckend funktioniert? Das Forschungszentrum Agrarsysteme der Zukunft der Hochschule Osnabrück liefert darauf Antworten. Indoor-Vertical-Farming stellt eine Ergänzung zum Freilandanbau dar. Ziel ist es, qualitativ hochwertige Nahrungsmittel in mehrstöckigen Gebäuden ganzjährig zu produzieren, um den steigenden Nahrungsmittelbedarf der wachsenden Bevölkerung zu sichern.
Indoor-Vertical-Farming bezeichnet eine Form der Agrarwirtschaft, in der Pflanzen in mehreren Etagen übereinanderwachsen – abgeschirmt von Sonnenlicht und anderen äußeren Umwelteinflüssen. Computer stellen optimale Wachstumsbedingungen wie Lichtintensität, Temperatur oder Luftfeuchte ein und schotten äußere Umweltparameter ab, die Pflanzen im Freiland erleben. Die Pflanzen bekommen keine natürliche Sonnenenergie, denn künstliche Lichtquellen beleuchten die Kulturen. Indoor-Farming-Systeme zeichnen sich durch hohe Pflanzendichten aus – ein Pluspunkt in Sachen Flächen- und Raumnutzungseffizienz.
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