Individuell planen und steuern

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Jede Molkerei muss betriebsindividuell prüfen, welches Modell für Mengensteuerung oder Mengenplanung die einzelbetriebliche Verwertung auch in Überschusssituationen verbessert und einen Beitrag zu stabileren Milchpreisen leisten kann. Das ist eine Schlussfolgerung des Abschlussberichts „Übersicht, Ableitung und Bewertung von in der Praxis umsetzbaren Mengenplanungs- und Mengensteuerungsmodellen auf Molkereiebene“, den das Institut für Ernährungswirtschaft (ife) für das Bundeslandwirtschaftsministerium erstellt hat. Vor dem Hintergrund der Diskus­sion um eine Modernisierung der Lieferbeziehungen zwischen Molkereien und Erzeugern soll der Bericht als Entscheidungshilfe hinsichtlich einer Anwendung des Artikels 148 der Gemeinsamen Marktordnung (GMO) dienen. Dies würde bedeuten, dass Molkereien und Milchlieferanten verpflichtet werden, eine Beziehung zwischen einer bestimmten Liefermenge und dem Preis für diese Lieferung zu vereinbaren. Die Autoren empfehlen, die Diskussionen zur Optimierung der Lieferbeziehungen zu intensivieren und ihre Milchmengenplanungen zu verbessern, um überhaupt Mengensteuerungs- und Festpreismodelle betriebswirtschaftlich sinnvoll umsetzen zu können. Empfohlen wird im Bericht zudem, den Milcherzeugern verstärkt Marktinformationen über einen längeren Zukunftszeitraum anzubieten. Außerdem dürfe bei der Flexibilisierung der Lieferbeziehungen nicht vernachlässigt werden, dass ein sehr großer Teil der Milcherzeuger hohes Interesse an einer Abnahmegarantie der Molkerei habe. AgE