Internationales rund um Dürreschäden

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Dänemark: Nach zwei trockenen Jahren in Folge ist das erste dänische Versicherungsunternehmen den Wünschen der Landwirte gefolgt und bietet ab sofort eine Mehrgefahrenversicherung gegen „katastrophale Ertragsausfälle“ an. Die Police deckt nach Angaben des Versicherers Topdanmark Schäden durch Dürre, Regen, Hagel, aber beispielsweise auch Fraßschäden durch Gänse ab. Ertragsausfälle im Getreide können die Landwirte für umgerechnet 19,40 € pro ha versichern; für Raps werden 38,90 € pro ha fällig. Topdanmark betont jedoch, dass „schlechte Ernten“ nicht von der Versicherung abgedeckt seien. Vo­r-aussetzung für eine Entschädigung sei vielmehr eine tatsächliche Missernte, die mindestens 20 % unter dem Niveau „normaler“ Jahre liegT. Zudem könnten maximal 80 % der Gesamtproduktion der Agrarbetriebe versichert werden. Der Rest sei das Eigenrisiko des Bauern, so ein Unternehmensvertreter. Als Referenzwert wird ein Durchschnitt aus den besten drei Ernten der vergangenen fünf Jahre herangezogen.

USA: Die Landwirte in den USA können mit finanziellen Erleichterungen bei den Ernteversicherungen für das Sommergetreide rechnen. Wie das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) am Donnerstag vergangener Woche in Washington mitteilte, wird die Frist für die Zahlung der betreffenden Versicherungsbeiträge um zwei Monate und damit bis zum 30. November 2019 verschoben. Auf Strafzinsen für die spätere Prämienzahlung wird verzichtet. Landwirtschaftsminister Sonny Perdue begründete die Vergünstigungen mit den ungewöhnlichen witterungsbedingten Belastungen der Landwirte in diesem Jahr, wie Überschwemmungen, Hitze und Dürre, und infolgedessen mit verzögerter Aussaat und Ernte sowie Ertragseinbußen.

Polen: Wegen erneuter Dürreschäden in weiten Teilen des Landes hat Polens Landwirtschaftsminister Jan Krzysztof Ardanowski die Europäische Union gebeten, Dürrehilfen für die betroffenen Landwirte auf den Weg zu bringen. Eigenen Angaben zufolge hat Ardanowski bereits in der vorletzten Woche einen entsprechenden Antrag in Brüssel eingereicht. Dabei bezifferte er die bisher absehbaren finanziellen Schäden auf umgerechnet rund 250 Mio €. Diese dürften nach seiner Einschätzung aber noch wachsen, da Ertragsverluste bei den späten Kulturen oder Folgeschäden bei der Futterversorgung noch nicht in vollem Umfang einbezogen seien. Der Minister geht nicht davon aus, dass die seitens der EU möglichen Hilfen die aufgelaufenen Verluste abdecken werden. Darüber hinaus betont Ardanowski die Notwendigkeit, die Landwirtschaft besser gegen zukünftige Dürren abzusichern. Er kündigte daher für September den Start eines mit 100 Mio € ausgestatteten Förderprogramms an, das die Bauern mit bis zu 25 000 € bei der Anschaffung von Bewässerungssystemen unterstützt.       AgE/ah