Es gibt kaum eine Giftpflanze in Deutschland, über die so viel diskutiert wird wie über das Jakobskreuzkraut. Jedes Jahr, wenn es ab Ende Mai zur Blüte kommt, werden vor allem die Grünlandberater von besorgten Landwirten, Pferdehaltern, Imkern und sonstigen Bürgern gefragt, was man gegen das vermehrt vorkommende Giftkraut tun kann, das sich gelegentlich so vermehrt, dass sogenannte Sackgassenbestände entstehen. Hubert Kivelitz stellt Maßnahmen vor, um dem Jakobskreuzkraut effektiv zu Leibe zu rücken.
Das zu der Familie der Asteraceaen beziehungsweise Korbblütlern gehörende Jakobskreuzkraut (JKK) zählt neben der Herbstzeitlosen und weiteren Kreuzkrautarten zweifelsohne zu den giftigsten Pflanzenarten des Grünlands. Es enthält etwa ein Dutzend verschiedene Pyrrolizidin-Alkaloide (PA). Primär sind aber nicht die PA giftig, sondern deren enzymatisch abgebaute Stoffwechselprodukte (Pyrrole), die vor allem leberschädigend wirken.
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