Jungbauernaustausch mit Uganda ist gestartet

Foto: Schorlemer Stiftung

Die Schorlemer Stiftung begrüßt sechs ugandische Junglandwirtinnen und -landwirte in der Landeshauptstadt Berlin.
Für sechs ugandische Junglandwirtinnen und -landwirte beginnt ihr dreimonatiger Aufenthalt in Deutschland im Rahmen des „International Young Farmers‘ Exchange Program“ der Schorlemer Stiftung des Deutschen Bauernverbandes. Sie werden auf deutschen Gastbetrieben leben und arbeiten sowie Deutschland als Agrarstandort kennenlernen. Ziel des Austauschs ist es, das Fachwissen zu erweitern, sich persönlich weiterzuentwickeln und interkulturelle Begegnungen zu schaffen. Dazu gehört auch, den deutschen Gastbetrieben Uganda und die dort betriebene tropische Landwirtschaft näherzubringen. In Uganda arbeiten circa 80 % der Beschäftigten im landwirtschaftlichen Sektor, der dadurch als wichtigste Einkommensquelle dient.
„Ich bin sehr froh, dass eine zweite Runde des Austauschs in diesem Jahr stattfindet. Nun haben sechs junge Frauen und Männer die Möglichkeit, Einblicke in die hiesige Landwirtschaft zu bekommen“, sagt Gerald Dohme, DBV. Bevor die Teilnehmenden ihren Aufenthalt auf den Betrieben bei Bremen, Flensburg und Düsseldorf antreten, unterziehen sie sich einer freiwilligen Quarantäne. Um die Isolationszeit zu nutzen und sich auf den Austausch vorzubereiten, nehmen die Landwirtinnen und Landwirte an einem Online-Deutsch-Kurs sowie einem Sicherheitstraining zum Thema Arbeitssicherheit auf landwirtschaftlichen Betrieben teil. Esther Chemutai ist leidenschaftliche Landwirtin und freut sich auf die Zeit nach der Quarantäne: „Ich möchte sehen, wie deutsche Milchviehbetriebe rentabel geführt werden, und mehr zu den Themen Futtermittel, Marketing, Zucht, Gesundheitsbehandlung und den Einsatz von Maschinen erfahren. Zukünftig möchte ich meinen Betrieb in Uganda auch als Demonstrationsbetrieb nutzen.“