Junges Team auf verbundenen Wegen

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Bereits im November 2023 wurde im Kreisverband Rhein-Sieg des Rheinischen LandFrauenverbandes (RhLV) in der neu entstandenen Fusionsgruppe Voreifel ein junges Vorstandsteam gewählt. Die Fusion dreier langjähriger Ortsgruppen wurde auf der gleichen Versammlung nur Minuten zuvor nach guter Vorbereitung offiziell beschlossen. An der Namensgebung konnten sich die Mitglieder aus Wachtberg, Meckenheim und Rheinbach beteiligen und beschlossen mehrheitlich den neuen Namen Voreifel.

 

Die ehemaligen Vorstandsmitglieder aus Wachtberg, Meckenheim und Rheinbach hatten die Fusion bereits langfristig vorbereitet und ein Zusammenwachsen auf Mitglieds- und Vorstandsebene durch gemeinsame Planungen und Veranstaltungen möglich gemacht. Helga Honecker, Karin Bollig und Elisabeth Manner, alle drei Vorsitzende der ehemaligen Ortsgruppen, suchten bereits frühzeitig den direkten Kontakt zu jüngeren Landfrauen, um die Vorstandsarbeit der fusionierten Ortsgruppe Voreifel dann auch an die nächste Generation übergeben zu können.

 

Gewählt wurden Franziska Tröscher-Honecker als Teamsprecherin, Ann-Kathrin Schäfer als Stellvertreterin, Lea Honecker als Kassenführerin und Franziska Heinrichs und Ricarda Heinrichs als erweitertes Vorstandsteam. Anne Jung möchte das Team in der Arbeit unterstützen und wurde kooptiert. Mit der Wahl, die von der Kreisgeschäftsführerin begleitet wurde, bekamen die jungen Frauen nicht nur die Gratulation der RhLV-Präsidentin Jutta Kuhles übermittelt, sondern auch das Versprechen, beim Neustart Unterstützung in Form eines Workshops zu erhalten. Am 30. Januar gab es ein erstes Treffen, um offene Fragen in der Zusammenarbeit zu klären und Hilfe bei der Neuausrichtung zu erhalten. Um den Wünschen des Vorstandsteams gerecht zu werden, wurde ein weiterer Termin zur konkreten Umstrukturierung nach Ansätzen des New Work geplant. Am 12. April war es dann endlich so weit …

 

Nach den ersten Erfahrungen in der Zusammenarbeit als junges Team und der ausführlichen Dokumentation aller anstehender Aufgaben und Arbeiten über eine Online-Umfrage konnten diese konkreten Ergebnisse neu zusammengestellt werden. Die junge Führungsmannschaft entschied sich für eine Arbeit in Ressorts und möchte innerhalb dieser Ressorts in kleineren Teams zusammenarbeiten, sodass alle Teammitglieder ihre jeweiligen Stärken entsprechend ihrer zeitlichen Ressourcen in die Verbandsarbeit einbringen können. Sie möchten Verbandsarbeit mit einem weiten Blick auf Jung und Alt, Mitglieder des ländlichen Raumes und aus dem Berufsstand, Frauen verschiedener Lebensphasen und auf Bewährtes und Neues wagen. Die Vielfalt soll auch im Programm gelebt werden.

 

Dass so ein Arbeitstreffen auch mal anders ablaufen kann, bewiesen die sechs Teammitglieder mit viel Ideenreichtum und Flexibilität. Statt Pinnwand und Flipchart wurden Couch und Fensterfront genutzt und für ein kurzes schriftliches Brainstorming war eine Papiertischdecke optimal. Zwischendurch reichten die Väter den zwei jungen Müttern ihre Babys in das Arbeits-Wohnzimmer. Und weil ein Mitglied erst später in Präsenz dazustoßen konnte, wurde sie einfach per Handy mitgenommen. Solche gelebten Beteiligungsverfahren können erfrischend einfach sein. Hut ab und Vorhang auf für das neue Team Voreifel!

 

Indra Torres