Die Jungsaueneingliederung hat gleich mehrere wichtige Funktionen – sei es die Quarantänefunktion, die passende Fütterung der Sauen, die Überprüfung des Impfschutzes oder die Entwurmung. Dr. Theodor Schulze-Horsel, Landwirtschaftskammer NRW, gibt Tipps zur optimalen Jungsaueneingliederung.
Zuerst einmal ist die Jungsaueneingliederung eine Art der Quarantäne. Das bedeutet, hier ist die letzte Chance, Krankheitserreger von außen zu stoppen, bevor diese die eigene Herde erreichen. Kommt zum Beispiel eine Jungsauenpartie hustend an und entwickelt Fieber, besteht die Möglichkeit, die verantwortlichen Erreger, zum Beispiel Influenzaviren, festzustellen und die Jungsauen zu behandeln.
Erst nach Abklingen der Symptome stallt man sie dann ins Deckzentrum um. Diese Quarantänefunktion der Jungsaueneingliederung ist wichtig, auch wenn der Gesetzgeber in der Schweinehaltungshygieneverordnung bei direkter Lieferung aus einem Herkunftsbetrieb oder aus einem Betrieb mit einem von der zuständigen Behörde zugelassenen Gesundheitsprogramm keine ausdrückliche Quarantäne fordert.
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