Auf dem Meuteshof in Rommersheim, Eifelkreis Bitburg-Prüm, werden etwa 500 Kälber im Jahr geboren. Überraschend ist, dass Familie Meutes bei der Erstversorgung der Kälber nichts Spektakuläres macht. Der Erfolg liegt vielmehr darin, die Standardmaßnahmen konsequent und sorgfältig durchzuführen und für den Notfall gut gewappnet zu sein. Was zu tun ist, erläutert Birgit Köppchen, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Eifel.
Die Meutes GbR wird von Peter und seiner Ehefrau Marina zusammen mit den Söhnen Christian und Stefan als Familienbetrieb geführt. Der Milchviehbetrieb mit 370 Kühen und einer Herdendurchschnittsleistung von 12 900 kg Kuh/Jahr ist als Holsteinzucht- und Ausbildungsbetrieb bekannt. Ihr Erfolgsrezept: eine optimale Erstversorgung der Kälber nach der Geburt als Fundament für eine gesunde, leistungsfähige und langlebige Milchkuhherde.
Warum konsequente Erstversorgung?
Das Kalb von heute ist die Kuh von morgen, so lautet das Credo von Peter Meutes. Die Versorgung der neugeborenen Kälber in den ersten Lebensstunden ist die Basis für eine stabile Gesundheit und Fruchtbarkeit seiner Milchkühe. Dadurch erreichen die Tiere ein hohes Lebensalter bei sehr guter Leistungsfähigkeit, ist er sich sicher.
Die Erfahrung lehrt: Am besten ist es, so wenig wie möglich und nur so viel wie nötig bei der Geburt einzugreifen. Die meisten Kühe kalben alleine. Ist das Kalb nicht richtig fit, muss zügig gehandelt werden. Dabei gilt: erst das Kalb, dann die Kuh! Zwei Wochen vor dem Abkalben werden die Kühe in einen Strohbereich umgestallt. Kurz vor der Geburt geht es in die angrenzende Abkalbebox. Ein großzügig bemessenes Platzangebot und ein dick eingestreuter Liegebereich schaffen eine entspannte Atmosphäre und reduzieren den Kalbestress. Durch die frische Einstreu wird der Keimdruck für das Kalb von Anfang an reduziert. Saubere Kleidung sowie gewaschene und desinfizierte Hände sind für die Geburtshelfer selbstverständlich. Das Material zur Erstversorgung liegt griffbereit zur Verfügung. Der Tierarzt lobt den Tisch, auf dem er sein Material sauber und in Arbeitshöhe ablegen kann.
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