Gibt man bei Google das Stichwort „Getreideanbau“ ein, so ist man beim ersten Eintrag ausgezeichnet aufgehoben: www.magdochjeder.de steht dort und „So funktioniert Getreideanbau in Deutschland“. Genau diese Ergebnisse sind es, die eine schlagkräftige Image-Kampagne ausmachen. Und das, obwohl die Initiative aus Westfalen eigentlich noch in den Kinderschuhen steckt.
2021: Fünf starke Monate
Seit knapp zwei Jahren läuft die von Landwirten selbst finanzierte Kampa-gne. Ins Leben gerufen wurde sie vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) und dem Raiffeisenverband Westfalen-Lippe (RVWL) und seit Oktober letzten Jahres verstärkt vom Rheinischen Landwirtschafts-Verband (RLV). Eine Kampagne, die von den Akteuren, also Landwirten, selbst finanziert wird? Dieses Modell ist eine absolute Seltenheit und macht „Mag doch jeder“ vielleicht genau deshalb zu einer nicht zu unterschätzenden Kommunikationsoffensive. Website, Blog, Strohpylonen an den Feldern, Radiospots, Buswerbung, Verbraucherumfragen, Instagram und Influencer-Kooperationen sowie Hofgeschichten. Das sind nur einige Punkte, die die Kampagne in den letzten Monaten haben wachsen lassen und Lust auf mehr machen.
Die Köpfe dahinter
Zweimal im Jahr kommen die Beiratsmitglieder zusammen und entwickeln neue Ideen, die dann von einer Kommunikationsagentur professionell umgesetzt werden. Das kostet Geld – und wird bezahlt von den teilnehmenden Landwirten. Am vergangenen Freitag tagte der Beirat erneut, diesmal bereichert um vier rheinische Mitglieder. Denn auch der RLV gehört nun zu den Unterstützern der Kampagne. „Wir freuen uns, dass wir Berufskollegen im Rheinland so einen neuen und zusätzlichen Weg der Öffentlichkeitsarbeit bieten können. In der Kampagne stecken viel Kreativität und eine hohe Motivation. Ich bin gespannt, was wir gemeinsam erreichen werden“, freut sich der neu dazugestoßene Landwirt Paul-Christian Küskens aus dem rheinischen Viersen. Eins ist klar: Auch trotz der Corona-Pandemie wird in der „Mag doch jeder“-Ideenschmiede weiter fleißig gearbeitet – die ersten Erfolge sprechen definitiv für sich. mk