EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski hat im Namen der EU mit Nachdruck einen „Wendepunkt“ im Kampf gegen Hunger und Umweltzerstörung eingefordert. Der Pole pochte beim Vorbereitungstreffen für den im September in New York geplanten Welternährungsgipfel der Vereinten Nationen (UNFSS) auf die Notwendigkeit konkreter Ergebnisse. Aktuell stehe man am Beginn eines „Aktionsjahrzehnts“, in dem man abliefern müsse, mahnte der EU-Agrarkommissar. Die EU erkenne mit ihren konkreten Vorhaben zum Green Deal, wie der Farm-to-Fork-Strategie sowie der Biodiversitätsstrategie an, dass „schnell und effektiv“ gehandelt werden müsse. Ziel sei es auch, die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der UN voranzutreiben. Nach wie vor stehe die Welt vor einer Hungerkrise. Schätzungen zufolge seien im Jahr 2020 rund 10 % der Weltbevölkerung unterernährt gewesen. „Wir stehen vor einer Naturkrise: Die globale Erwärmung und der Verlust der biologischen Vielfalt bringen unseren Planeten in Gefahr.“ Der EU-Kommissar hob hervor, dass die Grundlage des Ernährungssystems ein landwirtschaftlicher Sektor sei, der für die Gesellschaft produktiv und für die Landwirte profitabel sein müsse und die Umwelt schütze. Zudem verwies der Agrarkommissar auf die Dürren, Überschwemmungen und Waldbrände der letzten Wochen als Mahnung an die handelnden politischen Akteure.
AgE